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Länderinfo Madagaskar

Madagaskar (amtlich Republik Madagaskar, [madagaskar] (madagass. Repoblikan’i Madagasikara, frz. République de Madagascar [madagaska]) ist nach Indonesien der zweitgrößte Inselstaat der Welt (nach Fläche). Die Präsidialrepublik mit Mehrparteiensystem liegt im Indischen Ozean vor der Ostküste Afrikas mit einer Küstenlänge von 4.828 km.
Madagaskar


Eine detaillierte Madagaskar Karte finden Sie hier: Madagaskar Karte

Geographie

Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt. Sie wird auch der „sechste Kontinent“ genannt. Diese Bezeichnung rührt aber weniger von der Größe der Insel her als von ihrer lange isolierten Entwicklung, die eine sehr eigenständige Natur entstehen ließ: Madagaskar wurde vor 150 Millionen Jahren von Afrika und vor 90 Millionen Jahren von Indien getrennt. Das zentrale Madagaskar ist eine Hochebene mit durchschnittlichen Höhen von 1.100 m. Es fällt nach Osten schroff und steil ab, während der Anstieg im Westen sanfter ausfällt. Das Plateau gipfelt im Maromokotro, dem mit 2.876 m höchsten Berg der Insel. In Wikipedia werden zwei Seen beschrieben: Lac Alaotra und Lac Ihotry.

Madagaskar Klima
In Madagaskar herrscht tropisches Klima. Das Land hat zwei Jahreszeiten: eine heiße, regenreiche von November bis April, und eine kühle, trockene von Mai bis Oktober. Das Klima wird zudem durch die Höhenlage sowie die Ausrichtung zum Südostpassat beeinflusst und lässt sich in vier Zonen einteilen.

An der Ostküste ist das Wetter tropisch-schwül. Es weht ganzjährig der Südostpassat. Seine Feuchtigkeit regnet sich am Küstengebirge ab. Daher fallen hier, insbesondere in den Monaten Oktober bis April, mit 1.500-4.000 mm die höchsten Jahresniederschläge des Landes. Außerdem wird das Gebiet um diese Jahreszeit oft von Wirbelstürmen heimgesucht. Das Thermometer zeigt durchschnittlich etwa 28°C und schwankt nur geringfügig.

An der Nord- und Westküste ist es ganzjährig warm. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen bei 26°C. Während der Regenzeit von November bis April regnet es deutlich weniger als an der Ostküste. Die westlichen Landesteile liegen im Windschatten des Gebirges an der Ostküste. Sie erhalten daher deutlich weniger Niederschlag. Zudem sind die Regen- und Trockenzeiten ausgeprägter.

Das zentrale Hochland hat ein warm-gemäßigtes Klima. Im Südsommer steigen die durchschnittlichen Temperaturen auf etwa 20°C und es kommt zu starken Regenfällen mit bis zu 1.400 mm Niederschlag. Im Südwinter ist es trocken und kühl, die Temperaturen liegen tagsüber bei 20°C und können nachts auf 5°C fallen.

Der Südwesten von Madagaskar ist hingegen trocken und ganzjährig heiß. Es fällt mit nur 350-750 mm sehr wenig Regen, der zwischen Dezember und März herunterkommt.

Klima in Madagaskar (Hochland): Antananarivo

Klima in Madagaskar (Hochland): Antananarivo

Klima in Madagaskar (Süden): Taolanaro (Fort Dauphin)

Klima in Madagaskar (Süden): Taolanaro (Fort Dauphin)

Madagaskar Klima (Norden): Antsiranana

Madagaskar Klima (Norden): Antsiranana

Madagaskar Klima (Osten): Toamasina

Madagaskar Klima (Osten): Toamasina

Madagaskar Klima (Westen): Morondava

Madagaskar Klima (Westen): Morondava



Beste Reisezeit für Madagaskar
Für das Hochland eignen sich der europäische Frühling und Herbst als beste Reisezeiten, da das Wetter in diesen Zeiträumen warm und beständig ist. Von Juni bis August ist es dort hingegen nachts unangenehm kalt und nur die wenigstens Hotels verfügen über Heizungen.

Im Gegensatz dazu ist für einen Besuch der Küstenregionen der europäische Sommer optimal. Zu dieser Zeit ist es angenehm warm und es sind kaum Niederschläge und erst recht keine Zyklone zu erwarten.

Im Südsommer ist von einer Reise abzuraten, da Regenfälle Straßen innerhalb von Minuten unpassierbar machen und vor allem an der Ostküste Zyklone wüten können.

Will man alle Gebiete Madagaskars auf einmal sehen, so sollte man also einen Trip für Mai oder September planen. Die Hochsaison liegt in Madagaskar zwischen April und November.

Flora
Madagaskar Die Insel ist ursprünglich vermutlich fast komplett bewaldet gewesen. Die küstennahen Zonen sind dabei von tropischem Tieflandregenwald bedeckt. Von den ursprünglichen Regenwäldern sind nur noch 4 % erhalten. Die größten zusammenhängenden Regenwaldflächen, die noch existieren, liegen auf der Masoala-Halbinsel. Von Osten nach Westen geht der Regenwald allmählich über die Feuchtsavanne in die Trocken- und im Süden auch Dornsavanne über. Fast 90 % der Insel sind nunmehr von Steppe bedeckt, Wiederaufforstungsversuche waren bislang weitgehend erfolglos, eine natürliche Rekultivierung der Brachflächen durch den Wald findet so gut wie nicht statt.
Fauna
Durch seine lange geographische Isolation beherbergt Madagaskar eine einzigartige Fauna und Flora. Urtümliche Tiergruppen wie die Lemuren und andere Feuchtnasenaffen kommen nur hier vor. Die Raubtiere sind auf Madagaskar nur durch Eupleridae vertreten, die Fossa, die Fanaloka und den Falanuk. Eine weitere rein madagassische Tiergruppe sind die igelähnlichen Tenreks. Die Bernierente, die heute zu den seltensten Wasservögeln der Welt gehört, ist ein weiteres Beispiel. Dafür fehlen auf der Insel viele Arten wie zum Beispiel Affen und Giftschlangen. Noch bis vor wenigen Hundert Jahren verfügte Madagaskar auch über eine ausgeprägte Megafauna, die etwa die gewaltigen Elefantenvögel, verschiedene Arten von Riesenlemuren wie Megaladapis und Palaeopropithecus, drei Arten von Madagassischen Flusspferden und viele andere außergewöhnliche Tiere beinhaltete. Das Verschwinden dieser Tiere wird allgemein mit der Besiedlung der Insel und der daraus resultierenden Bejagung sowie der massiven Lebensraumzerstörung durch Brandrodung in Zusammenhang gebracht. Städte Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Antananarivo 1.391.506 Einwohner, Toamasina 206.390 Einwohner, Antsirabe 182.804 Einwohner und Fianarantsoa 167.240 Einwohner.

Bevölkerung

Im Allgemeinen leben Madagassen sehr traditionsbewusst, wobei ausländische kulturelle Einflüsse im Laufe der Zeit immer wieder integriert worden sind, vor allem in den Städten. Dem umfangreichen kulturellen Reichtum gegenüber steht eine weit verbreitete materielle Armut, erschwert durch jährlich mehrere Naturkatastrophen (Wirbelstürme, Dürre). Das große Bevölkerungswachstum in Verbindung mit dem traditionellen Abbrennen von Wald für landwirtschaftliche Zwecke und der Rodung für Bau, Heizmaterial und andere Zwecke verursacht große ökologische Probleme. Die Waldfläche ist seit den 1950er-Jahren massiv geschrumpft. Nationalitäten Auf Madagaskar leben nach offiziellen Angaben 18 miteinander verwandte Bevölkerungsgruppen (foko) malaiischer, afrikanischer und arabischer Herkunft. Die kulturelle Einheit drückt sich insbesondere durch die gemeinsame Sprache (Malagasy) aus, wobei einzelne Ethnien eigene Dialekte verwenden und Sitten und Gebräuche lokal variieren. Angaben:

zu rund 98 % Madagassen (55 % malaischer, 44 % afrikanischer Abstammung)
etwa 100.000 Komorer
35.000 Franzosen
29.000 Inder
27.000 Chinesen

Religion
Verteilung :
52 % madagassischer Glauben (Monotheismus, Ahnenverehrung)
41 % Christentum, davon
23 % römisch-katholisch
18 % Protestanten
7 % Islam (vor allem im Norden und Westen)
0,1 % Zeugen Jehovas


Geschichte

Nur wenig ist bekannt über die erste große Einwanderungswelle nach Madagaskar, die man auf das dritte bis sechste Jahrhundert nach Christus datiert. Bei diesen ersten Besiedlern der Insel handelte es sich jedoch nicht, wie man vermuten könnte, um Afrikaner, sondern um Protomalaien (s. Malaien), deren Wurzeln ursprünglich in Süd-China lagen. Über Südostasien breiteten sich die Protomalaien im Zuge der austronesischen Expansion über einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten südwärts nach Polynesien und – vermutlich vom Süden der indonesischen Insel Kalimantan aus ausgehend – bis nach Madagaskar aus. Unklar ist, ob sie auf direktem Weg oder in Etappen über Indien und das afrikanische Festland Madagaskar erreichten.
Die Besiedelung Madagaskars durch Afrikaner geschah später und großteils wahrscheinlich nicht freiwillig. Die meisten wurden von arabischen Sklavenhändlern von der Ostküste des afrikanischen Kontinents nach Madagaskar verschleppt. Die Araber beherrschten bis ins 19. Jahrhundert hinein große Teile des madagassischen Außenhandels.
Madagaskar war zunächst dünn besiedelt. Erst mit zunehmender Bevölkerung bildeten sich Königreiche heraus, von denen die der Sakalava und Merina sowie der Betsileo die bedeutendsten waren. Am 10. August 1500 sichtete der portugiesische Seefahrer Diogo Dias als erster Europäer Madagaskar und nannte die Insel São Lorenço. Später erscheint die Insel auch unter dem Namen Santa Apolonia auf den Karten der Portugiesen.

Das Königreich Madagaskar

Mit Beginn der Herrschaft des Andrianampoinimerina kann man von der politischen Einigung der Insel Madagaskar und damit vom Königreich Madagaskar sprechen.
Andrianampoinimerina (1787–1810): Andrianampoinimerina war zunächst bis 1794 König von Ambohimanga (Königssitz 20 km nördlich von Antananarivo). 1794 eroberte er das kleine Königreich von Antananarivo und verlegte seinen Amtssitz von Ambohimanga nach Antananarivo. Nach und nach weitete Andrianampoinimerina seinen Einflussbereich fast auf die gesamte Insel aus. Er erließ viele Gesetze und organisierte die Verwaltung des Landes und gilt bis heute als ein bedeutender Herrscher des Landes.
Radama I. (1810–1828): Radama folgte seinem Vater Andrianampoinimerina auf den Thron. Er öffnete die Insel vorsichtig gegenüber dem Ausland, wobei er vor allem Kontakte zu den Engländern suchte, die sich mit den Franzosen um die Vorherrschaft im indischen Ozean stritten. Er reorganisierte die Armee nach englischem Vorbild. Während seiner Regierungszeit gab es erste industrielle Ansiedlungen der Engländer an der Ostküste. Englische Missionare übersetzten die Bibel in das Madagassische und führten die lateinische Schrift ein.
Ranavalona I. (1828–1861): Nach dem frühen Tod Radamas regierte seine Ehefrau Ranavalona das Land mit eiserner und grausamer Hand. Folterungen und Hinrichtungen waren unter ihrer Regentschaft an der Tagesordnung. Sie verbannte fast alle Ausländer von der Insel (mit Ausnahme ihres französischen Beraters Jean Laborde) und reduzierte die Beziehungen zum Ausland auf ein Minimum. Die Ausübung des christlichen Glaubens wurde ebenfalls verboten.
Radama II. (1861–1863): Der zweite Radama war der Sohn von Ranavalona I. Er war gemäßigt und begann während seiner kurzen Regierungszeit wieder Kontakte zum Ausland aufzunehmen. Sein liberaler Kurs gefiel jedoch nicht allen und er fiel nach nur zweijähriger Regierungszeit einem Mordanschlag zum Opfer.
Rasoherina (1863–1868): Sie war die (erste) Witwe von Radama II. Rasoherina wandte sich während ihrer Regierungszeit den Engländern zu. Sie heiratete den Premierminister Rainilairivony, der als graue Eminenz im Hintergrund die eigentliche Macht ausübte und in der Folge auch von den beiden Nachfolgerinnen auf dem Königsthron geheiratet wurde.
Ranavalona II. (1868–1883): Sie war die zweite Witwe von Radama II. Sie führte den Protestantismus als Staatsreligion ein. Der traditionelle Ahnenkult wurde davon nur wenig berührt und lebt bis heute parallel zum Christentum weiter. 1883 versuchten die Franzosen erneut in Madagaskar gewaltsam Fuß zu fassen. Ein zweijähriger blutiger Krieg begann.
Ranavalona III. (1883–1896) (* 1861; † 1917): Ranavalona III war die Nichte ihrer Vorgängerin. Sie bestieg den Thron während der französischen Invasion. Es gelang der madagassischen Armee noch einmal, die Eindringlinge zurückzuschlagen. 1896 konnten sich die Franzosen schließlich durchsetzen und errichteten ein französisches Protektorat in Madagaskar. Königin Ranavalona III. wurde von den französischen Besatzern zur Abdankung gezwungen und ins Exil nach Algerien geschickt. Sie war die letzte Merina-Königin von Madagaskar.

Kolonialzeit

Auf der Kongo-Konferenz 1885 wurde Madagaskar Frankreich als Interessengebiet zugesprochen. 1896 konnte sich Frankreich gegen den Widerstand der Madagassen etablieren, als Manifestation und Symbol der Machtübernahme wurde noch im gleichen Jahr die letzte Königin von Madagaskar abgesetzt. Während der Kolonialzeit 1896–1960 herrschten die Franzosen teils mit brutaler Militärgewalt. 1945 wurden die Unabhängigkeitsbewegungen MDRM, PANAMA und JINA gegründet. Aufgrund militärischer Unterlegenheit und schlechter Organisation der Rebellen wurde der Aufstand von französischen Truppen niedergeschlagen, die Führer des MDRM wurden verhaftet und teilweise exekutiert. Das MDRM wurde – als populärste Befreiungsbewegung – von der Kolonialverwaltung beschuldigt, den Aufstand organisiert zu haben. Wahrscheinlich ist der Aufstand jedoch von den Geheimorganisationen PANAMA und JINA organisiert worden. Das MDRM lehnte den Aufstand ab.
Das Kriegsrecht wurde bis 1950 aufrechterhalten. Bis 1955 waren alle politischen Aktivitäten verboten, erst 1956 wurde das Wahlrecht wieder eingeführt. Das MDRM wurde völlig zerschlagen. Der Krieg forderte 60.000-100.000 Todesopfer. Es gibt auch andere Schätzungen, die von 8.000-12.000 Toten ausgehen, wobei angenommen wird, dass die weit höheren Opferzahlen (bis 100.000) auf einer falschen Schätzung des französischen Militärs von 1949 beruhen.

Ende der Kolonialzeit und Republik

1958 wurde Madagaskar Republik in der Communauté Française und erlangte am 26. Juni 1960 schließlich die Unabhängigkeit. 1971 wurde das Land von Bauernunruhen erschüttert. Zwischen 1972 und 1975 regierte eine Militärdiktatur. Ab 1975 herrschte ein sozialistisches Regime, das sich erst Anfang der 1980er-Jahre wieder dem Westen näherte. Eine neue Verfassung beschränkt seit 1992 die Macht des Präsidenten. Durch sie wurde Madagaskar zu einer Präsidialrepublik, deren erster Präsident aber nach vier Jahren abgesetzt wurde, da er seine verfassungsmäßigen Kompetenzen überschritt.
Daraufhin wurde 1996 Didier Ratsiraka von der Partei Association pour la Renaissance de Madagascar (kurz AREMA, etwa „Vereinigung zur Wiedergeburt Madagaskars“, heutiger Name Avant-garde pour la rénovation de Madagascar, etwa „Avantgarde/Vorhut zum Wiederaufbau Madagaskars“), die in den 1970er-Jahren als Einheitspartei unter dem Namen Avant-garde de la Révolution Malgache („Vorhut der madagassischen Revolution“) die Macht innehatte, mit knapper Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt, aber erst nach einigem Zögern des Verfassungsgerichts vereidigt.
Ratsiraka setzte kurz nach seiner Vereidigung Mitte 1998 eine Verfassungsänderung durch, die ihm mehr Macht zusprach. Im April 2001 wurde zum ersten Mal die zweite Kammer, der Senat, gewählt. Bei den Präsidentschaftswahlen am 16. Dezember 2001 erhielt Marc Ravalomanana offiziell anfangs keine absolute Mehrheit (46 %), weigerte sich aber, sich einem zweiten Wahldurchgang zu stellen, da er seinen Informationen nach 52 % der Stimmen erhalten hatte. Am 28. April gab das Verfassungsgericht aber ein neues Ergebnis heraus, wonach er mit 51,3 % (gegenüber 35 % für den bisherigen Präsidenten) gewonnen hatte. Ravalomanana wurde vom Verfassungsgericht zum Sieger erklärt. Dazwischen lagen turbulente Monate mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Der bisherige Präsident Didier Ratsiraka floh, Ravalomanana rief zu Generalstreiks auf und es gab 30 bis 40 Tote.
Auch wenn sich die Lage mittlerweile wieder stabilisiert hat, sind die Unzufriedenheit und Armut der Bevölkerung weiterhin sehr groß. Am 18. November 2006 versuchte Andrianafidisoa in einem Militärputsch den Präsidenten zu stürzen.

Politik

Innenpolitik Staatsoberhaupt der zentralistisch strukturierten Republik Madagaskar ist ein demokratisch gewählter Präsident. Das Parlament ist als Zweikammersystem aufgebaut: Die Nationalversammlung hat 150 auf vier Jahre gewählte Mitglieder. Die zweite Kammer, der Senat, vertritt die sechs autonomen Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina und Toliara. Ein Drittel der Senatsangehörigen wird vom Präsidenten ernannt, die übrigen gewählt. Jede Provinz verfügt über ein Provinzparlament, deren Angehörige direkt vom Volk gewählt werden. Die Regierungschefs der einzelnen Provinzen werden vom Präsidenten ernannt. Im Zuge moderater Dezentralisierung wurde Madagaskar darüber hinaus in 22 Regionen eingeteilt. Auch ihnen stehen vom Präsidenten ernannte Chefs vor.

Außenpolitik

Bis zur sogenannten sozialistischen Revolution 1975 unterhielt Madagaskar ausschließlich Beziehungen zum Westen, öffnete sich dann aber beiden Seiten. Die bisher ignorierten Staaten Volksrepublik China und Sowjetunion eröffneten daraufhin Botschaften in Madagaskar. Die Beziehungen zum Westen nahmen dadurch Schaden und normalisierten sich erst nach einigen Jahren wieder völlig. Besonders Frankreich hat großes Interesse an der ehemaligen Kolonie. Nach dem Ende des Kalten Krieges verlor Russland das Interesse am Inselstaat, China leistete dagegen weiterhin Entwicklungshilfe. Das Land unterhält gute Beziehungen zu Deutschland. Der Präsident hat deutsche Berater, die ihn unterstützen. Deutschland leistet auch Entwicklungshilfe, die vor allem durch die GTZ (Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit) umgesetzt wird.

Wirtschaft

Allgemeines
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im Jahr 2003 4,54 Mrd. Euro (2002: 3,8 Mrd. Euro), das sind 271 Euro pro Person (2002: 231 Euro/Person). Madagaskar zählt damit nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt: Noch 2003 belief sich der Anteil der Bevölkerung mit weniger als 1 US-Dollar pro Tag auf 49 % .
Außenhandel
Madagaskar exportiert vor allem Kaffee, Fischereiprodukte, Vanille, Gewürznelken und Zucker. In jüngerer Zeit kommen Produkte des Bergbaus hinzu. Importiert werden Nahrungsmittel, Investitionsgüter, Konsumgüter und Erdöl.

Währung/ GELD

Werte von: Freitag, 7. November 2008

1,000  EUR (Euro) = 2.317,497 MGA
1 MGA (Ariar) = 0,00043 EUR (Euro)

Madagassische Küche

Die etwas aufwendigeren Lieblingsgerichte der madagassischen Könige des 19. Jahrhunderts spiegeln die Bandbreite der gehobenen madagassischen Küche wieder:

  • amalona sy henakisoa: Aal mit Schweinefleisch gekocht;
  • gana ritra sy sakamalao: Geschmorte Ente mit Ingwer gekocht;
  • tilapia nahandro gasy: Tilapia (Buntbarsch) auf madagassische Art zubereitet, d.h. im Topf ohne Zugabe von Flüssigkeit geschmort;
  • akoho voanio: Huhn mit Kokosmilch gekocht;
  • varanga sy tsiasisa: Rindfleischstreifen mit madagassischen Linsen;
  • romazava royal: die allgegenwärtige Gemüsebrühe romazava als Eintopf mit Fleischeinlage;
  • henakisoa sy ravitoto: Schweinefleisch mit zerstampften Manjokblättern gekocht;


Zwischenmahlzeiten und Snacks

Brotzeiten, hors d'oeuvres, Vorspeisen oder Snacks findet man in den Städten oder auf Märkten überall im Lande, im Madagassischen lautmalerisch als tsakitsaky (von mitsako = kauen) umschrieben. Es existieren viele exotische Varianten, die harmloseren sind Schweineohren, Schweinefüße oder Stückchen von Rinderleber, exotischer sind Rinderpenis, Insektenlarven und Heuschreckenspieße. Die Bezeichnungen für diese Snacks sind lokalen Variationen unterworfen.

  • Sambosy oder samosa sind dreieckige kleine Teigtaschen aus Reisteig. Mit Hackfleisch und Kräutern gefüllt werden sie in Fett ausgebacken und mit ein wenig scharfer grüner Soße (sakay) gegessen. Frisch zubereitet ein Genuß.
  • Mosakiky oder masikita sind kleine Fleischspießchen mit würziger Soße (asary), die abends an kleinen Straßengrills (fatapera) zubereitet und verkauft werden.
  • Saosisy ist madagassische Bratwurst. Sie ist meist grob und mit Speckstückchen gespickt. Wegen der hohen Fleischqualität ist sie in der Regel sehr zu empfehlen und äußerst schmackhaft.
  • Kitoza sind luftgetrocknete und leicht geräucherte Fleischstreifen, die vor dem Verzehr kurz in heißem Fett gar gekocht werden.
  • Koba (koba ravina) ist ein großer zylindrischer Kuchen aus Reismehl, Zucker und gerösteten und zerkleinerten Erdnüssen, der in Bananenblätter zu einem großen Zylinder eingerollt wird. Der Koba wird scheibchenweise an Straßenständen verkauft.
  • Mokary sind kleine runde Reisküchlein, die in Fett ausgebacken und zum Frühstück gegessen werden.


Hauptgerichte / Reisgerichte

Eine Speisekarte in einem einfachen madagassischen Restaurant (hotely) könnte wie folgt aussehen (Reis = vary als Hauptbestandteil der Mahlzeit ist selbstverständlich). Die Namen für die zahlreichen Fischsorten sind lokalen Variationen unerworfen und in unserem Wörterbuch enthalten, sofern bekannt:

  • Akoho sy voanio: Huhn mit Kokosnuss ist ein Gericht das ursprünglich von den benachbarten Komoren stammt. Ein klein geschnittenes Huhn wird angebraten und mit Kokosmilch, einigen Stückchen Ingwer, Zwiebeln und Tomaten gekocht;
  • Amalona sy hena-kisoa: Aal mit Schweinefleisch: 1 kg Aalstücke werden mit 500 g Schweinefleisch und Zwiebeln, Ingwer, Tomaten und Knoblauch gekocht;
  • Foza sy henakisoa: Große Krabben (foza) werden zusammen mit Schweinefleisch (henakisoa) gekocht und zum Reis gegessen.
  • Gisa ritra: Eine kleingeschnittene Gans (gisa) wird und mit Ingwerstückchen und Zwiebeln solange gekocht, bis sich keine Flüssigkeit mehr im Topf befindet (ritra).
  • Henakisoa sy anatsonga: Schweinefleisch (henakisoa) wird mit Blattkräutern (anatsonga) und ein paar Zwiebeln zu einer Art Eintopf verkocht. Dabei kommen auf 1 kg Fleisch etwa 600g Kräuter. Diese Zubereitungart verwendet Blattkräuter unterschiedlichster Geschmacksrichtungen, deren wichtstigste Vetreter sind anamadinika (kleinblättrige Pflanze), anamafaitra, anamalaho (scharfe Blattkräuter mit gelben Blütenknospen), anamamy (bittere Blätter), anandrano (kresseähnliche Blätter), anaran'anana (Spargel), anatsinginta (bittere Blätter), anatsonga (ähnlich einem kleinwüchsigen Chinakohl).
  • (Hena-kisoa sy) ravitoto: Maniokgemüse (Ravitoto) mit Schweinefleisch (hena-kisoa) gilt als Nationalgericht von Madagaskar. Zu Brei zerstampfte Maniok-Blätter werden etwa im Verhältnis 1:1 mit fettighaltigem, in Würfel geschnittenem Schweinefleisch zu einem Eintopf verkocht und mit Reis und sehr klein geschnittenem Tomatensalat gegessen. Als Variante kann beim Kochen Kokosmilch (voania) hinzugefügt werden. Dieses Nationalgericht repräsentiert die drei Farben der madagassischen Flagge: rot (Tomaten), weiß (Reis), grün (Maniokblätter)
  • Hen'omby sy voatavo: Rindfleisch (hen'omby) mit Kürbis (voatavo)
  • Papay sy tongolo gasy: Papaya als Gemüse mit Knoblauch und Tomaten gekocht (vegetarisch).
  • Rambon' omby: Ochsenschwanz nach madagassischer Art mit Tomaten, Zwiebeln und Erdnüssen gekocht.
  • Ravitoto amin'ny voanjo: Manjokgemüse wird mit Erdnüssen und einigen Knoblauchzehen gekocht und zum Reis gegessen.
  • Ravitoto sy hena kisoa: Maniokblätter werder zerkleinert und mit fettigem Schweinefleisch gekocht und mit Reis und Tomatensalat gegessen. Dies ist eines der sehr typischen Gerichte Madagaskars.
  • Vary amin'ny voanio: Reis mit mit Kokos; Kokosspäne werden in Salzwasser gekocht und nach dem Abtropfen mit gekochtem Reis vermischt;
  • Vary amin'anana: Reis mit Blattkräutern und Fleischeinlage,


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Zuletzt geändert: 09.06.2015

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