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Namibia

ist ein Land der Kontraste
Ein endloser Horizont, klarer Himmel und eine Bevölkerungsdichte, die zu den niedrigsten der Welt gehört - dies alles kommt zusammen, um dem Besucher einen wirklichen Sinn für Freiheit zu vermitteln. Dies ist einer der Gründe, warum Namibia der vollkommene afrikanische Urlaub ist. Ob Sie nun am Tierleben interessiert sind, an den Landschaften, Abenteuer, Menschen, Kultur - Ihre Tage werden immer mit viel Sonnenschein, wunderschönen Aussichten und unvergesslichen Erfahrungen angefüllt sein, die es sonst nirgends auf der Welt gibt. Nur in Namibia.

Das weite Land an der Atlantikküste
Namibia fasziniert durch seine großen, spektakulären Wüsten und die wildreichen Gebiete um den Etosha Nationalpark ebenso wie durch sein buntes und vielfältiges Völkergemisch und seine koloniale Vorgeschichte - etwa in Swakopmund. Namibia ist mit seiner sehr guten Infrastruktur und dem angenehmen Klima mit viel Sonne ein ideales Reiseland für Selbstfahrer. Als Selbstfahrer kommen Sie zu den Höhepunkten wie den Etosha Nationalpark, Sossusvlei oder in die Sambesi Region. Erleben Sie auf Ihrer Namibia-Reise / Safari im Etosha spannende Tierbeobachtungen. Die Unendlichkeit des Horizontes, ewig blauer Himmel und die geringe Bevölkerungsdichte geben Ihnen das Gefühl grenzenloser Freiheit. Das faszinierende Land mit seinen atemberaubenden Landschaften können Sie auch als Flugsafari entdecken.

Einreisebestimmungen
Namibia gehört zur Zollunion des südlichen Afrika (mit Südafrika, Botsuana, Lesotho, Swasiland). Für Touristen aus Deutschland entfällt für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen die Visumpflicht. An den Einreisegrenzübergängen und Flughafen wird ein Visitor entry permit in den Pass gestempelt. Hier sollte man sofort kontrollieren ob der Zeitraum für die geplante Reise ausreichend ist. Dies gilt auch für Inhaber von Diplomatenpässen. Für alle anderen Zwecke ist ein Visum erforderlich.
Der Reisepass sollte eine Mindestgültigkeit von 6 Monaten aufweisen. Für Kinder gilt gleiches für den Kinderreisepass. Ein Personalausweis reicht nicht zur Einreise. Wer plant ein Fahrzeug zu mieten oder mit dem eigenen zu fahren, muss einen internationalen Führerschein oder eine englische Übersetzung des Deutschen mitführen.

Reiseziele und Nationalparks


Geografie
Namibia wird im Osten nach Botswana hin von der Kalahari, im Süden nach Südafrika hin vom Oranje – auch Orange River genannt –, im Westen vom Südatlantik und im Norden nach Angola hin vom Kunene und dem Okavango begrenzt. Im Nordosten erstreckt sich zudem ein etwa 450 km langer und bis zu 50 km breiter Landfinger zwischen den nördlich angrenzenden Ländern Angola und Sambia und dem südlich angrenzenden Botswana – der Caprivizipfel, welcher im östlichen Bereich vom Sambesi und vom Unterlauf des Kwando begrenzt wird.

Neben den genannten Grenzflüssen gibt es noch zahlreiche weitere Flüsse, von denen aber kein einziger mit Sicherheit ganzjährig Wasser führt. Außerhalb der Regenzeit finden sich nur ausgetrocknete Flussbetten (Riviere).

Das gesamte Staatsgebiet Namibias umfasst etwa 824.292 Quadratkilometer. Namibia ist landschaftlich im Wesentlichen durch zwei Wüsten geprägt, im Westen durch die von der südafrikanischen Provinz Nordkap bis weit nach Angola hineinreichende Namib und im Osten durch die Kalahari. Zwischen beiden Wüsten liegt das durchschnittlich 1700 Meter hohe, um die Hauptstadt Windhoek herum auch die 2000-Meter-Marke überschreitende Binnenhochland. Einer der markantesten Berge ist der Etjo, höchster Berg jedoch ist der rund 2600 Meter hohe Königstein im Brandbergmassiv, nahe der Küste, etwa 200 Kilometer nördlich der Küstenstadt Swakopmund. Im Osten geht das Binnenhochland allmählich in das rund 1200 Meter hoch gelegene, von Trockenvegetation bedeckte Kalahari-Hochland über.

Klima
Das durchschnittliche Klima Namibias ist heiß und trocken. Das weitestgehend aride Klima ist subtropisch kontinental. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Landesteilen:

In der Namib westlich der Abbruchstufe sind Niederschläge äußerst selten. Es weht das ganze Jahr über ein warmer, kräftiger Wind. Sogar im Winter erreichen die Temperaturen oft 25 °C und mehr. In den heißesten Sommermonaten Dezember und Januar liegen die Temperaturen meist deutlich über 30 °C, während sie in den kältesten Monaten, Juli und August, nachts bis zum Gefrierpunkt sinken können, tagsüber dann aber wieder auf rund 25 °C steigen. Morgens und abends ist besonders im Winter mit Temperatursprüngen von mehr als 20 °C innerhalb weniger Stunden zu rechnen. Im Binnenhochland kann es wegen der großen Höhe nachts sogar Frost und in ganz seltenen Jahren auch Schneefälle geben. Tagsüber ist es dort nicht ganz so heiß wie in der Wüste. In der Kalahari verhält es sich ähnlich wie in der Namib. Die Niederschläge sind etwas häufiger, aber immer noch wüstentypisch selten.

Das Gebiet zwischen Namib und Atlantik gehört weltweit zu den Regionen mit dem besten Klima für astronomische Beobachtungen. Die dort errichteten Astrocamps werden deshalb von vielen Sternfreunden insbesondere für Zwecke der Himmelsfotografie aufgesucht.

Das Klima der Atlantikküste wiederum wird durch den kalten Benguelastrom bestimmt. Dieser kühlt den vorherrschenden Südwestwind stark ab, was infolge von Kondensation die Bildung von (Regen-)Wolken verhindert und regelmäßig einen dichten anhaltenden Nebel in Bodennähe erzeugt. Im Sommer ist es hier angenehm kühl und in den Wintermonaten mitunter auch tagsüber empfindlich kalt. Die Wassertemperatur erreicht selten mehr als 15 °C.

Der Caprivi-Streifen hingegen ist geprägt von meist sicheren Niederschlägen in der Regenzeit. Diese haben ein ausgedehntes Flusssystem und einen subtropischen Savannenwald entstehen lassen. Die Luftfeuchtigkeit ist hier, im Gegensatz zu den anderen Landesteilen, relativ hoch.

Im zentralen Hochland, das den größten Teil Namibias einnimmt, herrscht Sommerregen vor, das heißt mit zwar unregelmäßigen, aber gelegentlich sehr heftigen Regenfällen zwischen November und April ist zu rechnen; der äußerste Süden dagegen liegt im Winterregengebiet, so dass – wenn überhaupt – Regenfälle vor allem in den Monaten Juni und Juli auftreten. Bei aller Unregelmäßigkeit der Regenfälle hinsichtlich Häufigkeit und Ergiebigkeit nehmen diese ausgehend vom Süden mit unter 50 mm pro Jahr in Richtung Nordosten mit bis zu 600 mm pro Jahr deutlich zu, was allerdings regionale Trockenperioden von mehreren Jahren nicht ausschließt.

Aufgrund der besonderen klimatischen Verhältnisse ist eine landwirtschaftliche Nutzung des Landes nur in beschränktem Maße möglich: im Hochland vor allem Viehzucht (im Norden eher Rinder, im Süden eher Schafe und Ziegen), im relativ regenreichen Norden auch Ackerbau. Eine Besonderheit der Namib sind die Dünen im Gebiet von Sossusvlei. Die Sterndünen gehören mit weit über 400 Metern Höhe zu den höchsten der Welt. Der Reiz dieser Dünenlandschaft liegt aber nicht allein in ihrer Höhe, sondern vor allem in ihrem vom Feuchtigkeitsgehalt und vom Sonnenstand abhängigen Farbenspiel.

Küche
In der namibischen Küche kann man grob zwischen drei Stilrichtungen unterscheiden:
1. Südwesterküche. Als Südwesterküche bezeichnet man die Kochweise der Deutschen in Namibia. So gehört Schwarzwälder Kirschtorte genauso zum Alltag wie Eisbein mit Sauerkraut. Auch andere Fleischgerichte, die etwas afrikanischer anmuten, tragen deutsche Namen (Oryx-Steak Baden-Baden, Zebra in Preißelbeer-Pfeffersauce mit Kroketten), deutsche Backwaren (z.B. Brötchen) sind in fast jeder Stadt zu finden, genauso allerlei Wurstspezialitäten und Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot. Die ehemaligen Kolonisten pflegen ihre Küche und so ist sie bis heute im Land sehr verbreitet.
2. Traditionelle afrikanische Küche. Zu diesem Bereich gehören Gerichte wie Mealie Pap (Weisser Maisbrei), der mit verschiedenen Saucen serviert wird. Auch andere Gerichte haben den Weg ins Alltägliche gefunden: gegrillte Warzenschweinhaut oder Mopane-Raupen (werden gegrillt oder getrocknet). Jedoch werden solche Gerichte meist nicht in städtischen Restaurants serviert. Hier überwiegt noch die "weiße Küche".
3. Moderne namibische Rezepte. In den Jahren seit der Unabhängigkeit Namibias hat sich auch eine moderne Stilrichtung gebildet, die Südwesterküche mit afrikanischer Küche mischt und dazu noch südafrikanischen Einfluss aufweist. (z.B. Straußencarpaccio, Potjiekos...)
An der Küste findet man zudem auch noch viele Fischgerichte, die allerdings mehrheitlich weiße (deutsche) Einflüsse aufweisen.
In vielen Restaurants und Unterkünften gehört Antilopensteak zum Standardrepertoire. So sind Springbock-, Oryx- oder Kudusteak, das nach Wunsch unterschiedlich gebraten wird, sehr beliebt. Vereinzelt findet man auch Straußenfilet und Krokodilfleisch auf der Speisekarte.

Gesundheit
Bei der Einreise nach Namibia besteht keinerlei Impfzwang, zu empfehlen ist eine Impfung gegen Hepatitis A/ B. Tropenkrankheiten wie Gelbfieber oder Cholera kommen nicht vor, für die nördlichen Landesteile, Owambo und Caprivizipfel empfiehlt sich eine Malariaprophylaxe, auf jeden Fall ist in den Abendstunden ein Mückengel und Schutz durch entsprechende Kleidung notwendig. In einigen Landesteilen gibt es Tollwutvorkommen, eine Impfung ist aber nur anzuraten, wenn man sich längere Zeit in diesen Gebieten aufhält. Aktuelle Empfehlungen zur Malariaprophylaxe und Impfempfehlungen für Namibia findet man auf Tropeninstitut.de

In den Landesteilen im äußersten Norden (z.B. Caprivi) herrscht Bilharziose-Gefahr (auch Schistosomiasis). Die Krankheit wird durch kleine Saugwürmer, den Pärchenegeln (Schistosomen) verursacht, deren Larven von Süßwasserschnecken vor allem in stehenden Gewässer freigesetzt werden. Man infiziert sich durch Hautkontakt mit Süßwasser, wobei die Würmer durch die Haut in den Körper eindringen und sich über Blut- und Lymphgefäße in die Leber begeben. Von hier aus machen sich dann die erwachsenen Pärchenegel erneut via Blutbahn auf den Weg in die Lunge, die Harnblasenwand und das Gehirn.

AIDS ist in Namibia sehr stark verbreitet, die Rate liegt bei bis zu 40% im Norden des Landes.

Das Rettungswesen ist in Namibia wenig ausgebaut, was wohl mit den erheblichen Entfernungen und der dünnen Besiedelung zusammenhängt. (Stand November 2012). Ein dichtes Netz von Notarzteinsatzfahrzeugen und Rettungswagen wie in Europa gibt es nicht. Die privaten Krankenhäuser der großen Städte haben Weltniveau, außerhalb gibt es bestenfalls Sanitätsstützpunkte. Bei schweren Notfällen kommt ein in Windhoek stationierter großer Rettungshubschrauber (der für das ganze Land zuständig ist), sofern der Notfall zwischen ca. 08:00 Uhr und 15:00 Uhr stattfindet - der Hubschrauber muss noch bei Tageslicht eines der großen Krankenhäuser erreichen können. Zwischen 15 und 08 Uhr muss man sich mit "Bordmitteln" helfen, wenn man kann. Überlandfahrten bei Dunkelheit, noch dazu auf Schotterpisten, sind akut lebensgefährlich und daher tunlichst zu unterlassen.

Schlangenbisse stellen eine ernstzunehmende Gefahr dar, zum einen wegen der extrem langen Wege zur nächsten Rettungsstation, zum anderen, weil die Dutzende von Schlangenarten vom Touristen nicht auseinandergehalten werden können. Damit ist der Einsatz von speziellen Antiseren nicht möglich und wird in der Regel gar nicht erst versucht, so dass sich auch in gut ausgerüsteten Kliniken die Behandlung auf symptomatische Maßnahmen erstreckt: Infusionen, medikamentöse Kreislaufstützung, ggf. Dialyse, Beatmung usw.



Zuletzt geändert: 26.09.2018